Skifahren über den Jahreswechsel
Die Silvesterwoche ist im Skigebiet Kitzbühel die nachfragestärkste des ganzen Winters — zwischen Weihnachten und dem 6. Januar liegen Ferien in Deutschland, Österreich, den Niederlanden und Großbritannien gleichzeitig. Das Skifahren ist dann kein Nachteil, aber es verlangt eine andere Tagesplanung als im Februar.
Diese Seite fasst zusammen, womit ihr rechnen müsst: die Größe des Gebiets, die schneesicheren Bereiche, die vollen Stunden und die Besonderheiten von 31. Dezember und 1. Januar.
Das Gebiet in Zahlen
| Pistenkilometer | 233 km |
| davon leicht / mittel / schwer | 102 km / 66 km / 20 km |
| Skirouten zusätzlich | 45 km |
| Bahnen und Lifte | 58 |
| Höhenlage | rund 800 bis 2.000 m |
KitzSki verbindet mehrere Orte in Tirol und im Salzburger Pinzgau zu einem Skipass-Verbund — neben Kitzbühel selbst unter anderem Kirchberg, Reith, Aurach, Jochberg, Pass Thurn und Mittersill. Das Gebiet reicht damit über die Landesgrenze.
Drei Bereiche prägen es: der Hahnenkamm über der Stadt, das Kitzbüheler Horn gegenüber und die höher gelegenen Hänge um Resterhöhe und Pass Thurn.
Schneelage: unten warm, oben sicher
Kitzbühel liegt für ein Skigebiet dieser Größe tief — die Stadt auf gut 760 Metern. Das ist der Grund für zwei Dinge, die Gäste im Dezember regelmäßig überrascht: In der Stadt kann grün sein, während oben Winter herrscht, und die Talabfahrten sind der empfindlichste Teil des Gebiets.
Das Gebiet arbeitet deshalb mit großflächiger technischer Beschneiung, und zum Jahreswechsel ist in aller Regel der Großteil der Pisten in Betrieb. Wer auf Nummer sicher gehen will, plant die Tage so:
Höhe suchen. Die Hänge um Resterhöhe und Pass Thurn reichen bis rund 2.000 Meter und sind der schneesicherste Teil des Verbunds.
Talabfahrt prüfen, nicht voraussetzen. Ob die Abfahrt ins Tal offen ist, steht im Pistenbericht des Gebiets. Wenn nicht, geht es mit der Bahn hinunter — das ist normal, kostet aber Zeit, wenn alle gleichzeitig wollen.
Aktuelle Lage am Vorabend ansehen. Pistenbericht und Betriebszeiten veröffentlicht das Gebiet täglich; Angaben aus dem Sommer sind für den 30. Dezember wertlos.
Die vollen Stunden umgehen
Früh an der Bahn. Zwischen etwa 9:30 und 11 Uhr staut es sich an den Talstationen am stärksten. Wer bei Betriebsbeginn oben ist, hat die ersten anderthalb Stunden fast für sich.
Mittag verschieben. Die Hütten sind zwischen 12 und 13:30 Uhr voll. Eine Stunde früher oder später essen macht den Unterschied zwischen Anstellen und Sitzen — an Silvester ohnehin ratsam, weil viele Betriebe am Nachmittag für den Abend umbauen.
Nicht alle auf denselben Berg. Am Hahnenkamm ist es voller als am Kitzbüheler Horn, und die Hänge Richtung Jochberg und Pass Thurn sind an Spitzentagen die ruhigeren.
31. Dezember und 1. Januar
Am 31. Dezember endet der Skibetrieb wie an anderen Tagen, aber die Berggastronomie räumt früher — viele Hütten schließen den Tagbetrieb, weil am Abend ein Silvestermenü stattfindet. Wer nachmittags noch einkehren will, fragt am Vormittag. Und plant die letzte Abfahrt großzügig: An diesem Tag wollen alle gleichzeitig zurück ins Quartier.
Am 1. Januar ist der Vormittag traditionell der leerste des ganzen Winters. Das ist der beste Skitag der Woche — vorausgesetzt, ihr steht auf. Am Nachmittag füllt es sich, und ab 15 Uhr zieht der Neujahrsempfang in der Stadt Publikum in die Altstadt, siehe Lichtinstallationen.
Skipässe kauft ihr besser vorab online statt am 31. oder 1. an der Kasse. Die Preise setzt das Gebiet jede Saison neu an; verbindlich sind nur die aktuellen Tarife von KitzSki.
Die Streif — und was davon geht
Die Streif am Hahnenkamm ist die bekannteste Rennstrecke des alpinen Skisports, und das Hahnenkammrennen im Januar ist der Grund, warum die meisten Gäste den Namen Kitzbühel kennen.
Über Silvester ist die Strecke als Familienstreif fahrbar — eine entschärfte Variante, die dem Verlauf folgt, ohne die Renn-Passagen in Rennzustand zu präparieren. Ob und in welchem Umfang sie geöffnet ist, hängt an Schneelage und Rennvorbereitung und wird täglich entschieden. Die Original-Streif in Rennpräparierung ist keine öffentliche Piste — Mausefalle und Steilhang sind an keinem Tag des Jahres etwas, das man nebenbei mitnimmt.
Häufige Fragen
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