Ratgeber: alles Praktische
Kitzbühel ist gut erreichbar, aber die Tage um den Jahreswechsel haben ihre eigenen Regeln: volle Straßen, knappe Taxis, verkürzte Öffnungszeiten und ein Feuerwerksverbot, das viele Gäste überrascht. Diese Seite sammelt, was man vorher wissen sollte.
Anreise mit der Bahn
Kitzbühel liegt an der Bahnstrecke zwischen Wörgl und Salzburg und hat zwei Halte: den Bahnhof Kitzbühel und den kleineren Halt Kitzbühel Hahnenkamm. Vom Bahnhof sind es wenige Minuten zu Fuß in die Altstadt — mit Skiausrüstung und Koffer lohnt trotzdem das Taxi oder der Hotelshuttle.
Aus Deutschland führt der übliche Weg über München und Wörgl, aus Wien und Salzburg direkt über die Giselabahn. Über die Feiertage sind die Züge voll: Sitzplatzreservierung buchen, und wer mit Skiern reist, klärt vorher die Gepäckregeln seines Betreibers.
Auto: Vignette, Winterreifen, Parken
Vignette. Für österreichische Autobahnen und Schnellstraßen ist eine Vignette Pflicht. Es gibt sie als Klebe- und als digitale Variante; die digitale wird beim Onlinekauf erst nach einer gesetzlichen Frist gültig, also nicht erst an der Grenze bestellen. Die letzten Kilometer nach Kitzbühel führen über Bundesstraßen.
Winterausrüstung. In Österreich gilt bei winterlichen Verhältnissen von 1. November bis 15. April eine Winterreifenpflicht für Pkw. Schneeketten gehören ins Auto, wenn ihr in höher gelegene Quartiere fahrt.
Parken. Teile der Altstadt sind Fußgängerzone, Parkraum im Zentrum ist bewirtschaftet und über die Feiertage knapp. Klärt beim Quartier vorher, ob ein Stellplatz dabei ist — sonst wird die Parkplatzsuche zum täglichen Programmpunkt.
Nächstgelegene Flughäfen: Innsbruck und Salzburg liegen jeweils rund eine bis anderthalb Autostunden entfernt, München rund zwei bis zweieinhalb. Alle drei sind über Transferdienste und Mietwagen angebunden; die genaue Fahrzeit hängt an Wetter und Feiertagsverkehr.
Feuerwerk: was verboten ist
Es gibt in Kitzbühel kein offizielles Silvesterfeuerwerk mehr — abgeschafft 2022/23 — und privates Feuerwerk ist im Ortsgebiet verboten. Grundlage ist das österreichische Pyrotechnikgesetz 2010: Nach § 38 ist die Verwendung pyrotechnischer Gegenstände der Kategorie F2 — also der üblichen Silvesterraketen und -batterien — im Ortsgebiet untersagt, solange die Gemeinde keine ausdrückliche Ausnahme verordnet hat. Verstöße können mit Verwaltungsstrafen bis zu 3.600 Euro geahndet werden. Die Rechtslage im Einzelnen steht unter Lichtinstallationen.
Praktisch heißt das: Raketen und Böller gehören nicht ins Gepäck. Was stattdessen stattfindet, steht unter Lichtinstallationen.
31. Dezember und 1. Januar im Ort
Einkaufen. Am 31. Dezember schließen Supermärkte und Geschäfte früher als sonst, am 1. Januar bleiben sie geschlossen. Wer selbst versorgt, kauft spätestens am 30. ein.
Taxis. Rund um Mitternacht und ab etwa zwei Uhr morgens sind Taxis in Kitzbühel praktisch nicht zu bekommen. Wer außerhalb wohnt, bestellt die Rückfahrt Tage vorher mit fester Uhrzeit.
Bargeld. Karten werden fast überall genommen, kleinere Hütten und Stände aber nicht immer. Etwas Bargeld dabeizuhaben, schadet an diesen beiden Tagen nicht.
Kurtaxe. Sie wird vom Quartier erhoben und ist in Pauschalpreisen oft nicht enthalten. Die Gästekarte, die ihr dafür bekommt, lohnt sich anzusehen.
Kleidung und Wetter
Das Programm in der Altstadt findet draußen statt, und wer eine Stunde zwischen Lichtinstallationen steht, friert anders als jemand, der geht. Dazu kommt der Weg vom Restaurant zurück ins Quartier nach Mitternacht.
Warme, rutschfeste Schuhe — die Gassen sind bei Nässe und Frost glatt, und Ballschuhe sind auf Kopfsteinpflaster keine gute Idee.
Mütze, Handschuhe, Schal, auch wenn der Abend elegant ist.
Eine Schicht mehr als gedacht. Die Temperatur fällt nach Sonnenuntergang deutlich, und in den Bergen stärker als in der Stadt.
Im Notfall: Der europäische Notruf ist die 112. In Österreich erreicht ihr die Bergrettung unter 140, die Rettung unter 144.
Häufige Fragen
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